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Weltpokal D

KK Celje vs. Victoria Bamberg
6 : 2

(14,5:9,5; 3500:3466)

Barbara Fidel – Sabrina Imbs 3:1 (601:578), Anja Kozmus – Ioana Vaidahazan 3:1 (588:584), Rada Savic – Sina Beißer 2:2 (550:573), Nada Savic – Daniela Kicker 3,5:0,5 (600:558), Eva Sajko – Corinna Kastner 0:4 (559:596), Brigita Strelec – Beata Wlodarczyk 3:1 (602:577)

Mannschaftspokale der NBC - Der Finaltag

Weltpokal Frauen 2014, Finale – Samstag, 04.10.2014

Finalniederlage gegen KK Celje

Am Wochenende konnten die Frauen des SKC Victoria Bamberg beim Weltpokal im österreichischen Koblach ihren Titel nicht verteidigen. Wieder einmal trafen die Turnierfavoriten aus Celje (Slowenien) und Bamberg im Finale aufeinander. Nach der für Victoria unglücklich verlaufenen Partie war der KK Celje mit 6:2 und 3500:3466 Kegel erfolgreich.
Es war gerade 14:15 Uhr im Finale. Die erste Runde war über sechs Bahnen fast fertig, da fiel die Vorentscheidung in einem bis dahin ausgeglichenen Match. Sina Beißer hatte Rada Savic 2:2 und mehr Kegel (573:550) besiegt und auch die überzeugend auftretende Sabrina Imbs war gegen Fidel fertig. Dieses Duell ging 3:1 und 601:578 an die Slowenin. Bei Ioana Vaidahazan wurde die Zeit knapp und sie musste noch einen Wurf absolvieren. Dieser ergab eine Acht und das Zählwerk rechnete die Kegel dazu, die Uhr war aber schon abgelaufen. Kozmus konnte noch einmal abräumen und spielte noch einmal ins volle Bild (9). Alle glaubten an den Mannschaftspunkt von Vaidahazan, da sie insgesamt ein 2:2 hatte und mit 592:588 vier Kegel mehr. Damit hätte Bamberg bei Halbzeit mit 2:1 MP geführt. Massive Proteste des KK Celje waren die Folge. Nachdem der Ausdruck der Maschine den letzten Wurf Vaidahazans nicht andruckte, wurden ihr die letzten acht Kegel abgezogen, was zum 3:1 für Kozmus führte und damit auch Celje statt Victoria mit 2:1 vorne lag. Bamberg hätte zudem mit 1743:1739 führen können, doch nach dem Abzug lag der Titelverteidiger vier Kegel zurück.

Bambergs Team nahm die Entscheidung hin, doch Motivation und Stimmung waren zunächst im Keller. Vor allem Kicker und Wlodarczyk waren richtig down und versemmelten ihre Startbahn mit 137 und 138. Celje baute die Führung kontinuierlich aus und lag teilweise schon mit über 50 Kegel vorne. In dieser Phase zeigte Corinna Kastner ihr ganzes Können und hielt ihr Team im Spiel. Zum Ende hin waren die Gelbschwarzen bis auf 23 Kegel herangekommen, aber ganz schafften sie es nicht mehr. Kastner konnte ihren Punkt mit 4:0 und 596 Kegeln gegen Eva Sajko (559) einfahren. Nada Savic aber bezwang Dany Kicker 600:558 und 3,5:0,5, Strelec machte gegen Beata Wlodarczyk mit 602:577 und 3:1 den 6:2-Erfolg der Slowenen klar.

Die Enttäuschung war natürlich groß, denn neben dem Kegelabzug von Vaidahazan, gab es noch weitere Vorkommnisse, die den Spielverlauf maßgeblich beeinflussten. Letztlich aber war Celje ein verdienter Sieger, der drei Spielerinnen mit 600 bis 602 in seinen Reihen hatte und sich fünf Sätze mehr sichern konnte.

Markus Habermeyer