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Europapokal D

KK Mlaka vs. KC Schrezheim
1 : 7

(8,5:15,5; 3356:3423)

Ana Jambrovic – Simone Schneider 1:3 (544:585), Nika Grubisic – Saskia Barth 1:3 (551:589), Marija Zver – Nicole Knodel 3:1 (605:553), Ljiljana Peros – Katrin Lutz 1:3 (551:585), Milana Pavlic – Bianca Sauter/91. Simone Bader 1:3 (546:545), Ines Maricic – Verena Schupp 1,5:2,5 (559:566)

Halbfinalübersicht

Europapokal Frauen 2014 in Varazdin, Halbfinale – Freitag, 03.10.2014

Schrezheim: Das Märchen Europapokal geht weiter!!

Der KC Schrezheim steht im Halbfinale eines internationalen Turniers. Das war schon eine Riesensensation. Im Halbfinale ging es gegen Rijeka um den Einzug ins Finale. Hierbei wird – anders als in der Liga – verdeckt gesetzt. Natürlich macht man sich Gedanken, wer wo spielen könnte, doch am Ende bleibt es spannend. Die Mannschaft aus Rijeka wollte unsere Mädels mit psychologischen Tricks durcheinanderbringen und wechselte ihre besten Spielerinnen kurz vor Spielbeginn gegen Saskia Barth und Bianca Sauter ein. Doch sie machten die Rechnung ohne die Schrezheimerinnen

Zu Beginn standen Nicole Knodel, Sissi Schneider und Saskia Barth auf der Sechs-Bahnen Anlage. Hier kann alles sehr schnell gehen und man muss darauf achten, den Überblick nicht zu verlieren. Es galt die Konzentration hoch zu halten. Schneider machte ihre Sache super. Mit ihrer konstanten Klasse sicherte sie sich drei Sätze und mit 585 Kegel baute sie ein 41 Kegelpolster auf. Nicole Knodel hatte keine leichte Aufgabe. Auch wenn sie super kämpfte und tolle Würfe spielte, hatte ihre Gegnerin immer noch einen Trumpf in der Tasche. Knodel sicherte sich zwar einen Satz, am Ende musste sie jedoch das Duell abgeben. Ihre 553 Kegel waren wichtig. Denn die Gesamtkegel darf man nie aus den Augen lassen. Saskia Barth hingegen hatte die womöglich beste Spielerin aus Rijeka gegen sich. Doch das beeindruckte sie nicht. Zwar gab sie den ersten Satz ab, doch die restlichen drei sicherte sie sich souverän. Mit 589 Kegeln war sie zugleich die beste Schrezheimerin.

Nun kam das Trio Kathrin Lutz, Bianca Sauter und Verena Schupp. Schupp kam nicht sofort in ihr Spiel. Simone Bader und Mäggy Lutz auf der Ersatzbank waren jederzeit einsatzbereit und hielten sich warm. Schupp gab den ersten Satz ab und es stand auch schon kurz vor einer Auswechslung. Doch dann drehte sie auf, der Knoten war geplatzt. Mit genialen 167 Kegeln auf der zweiten Bahn sicherte sie sich den Satz und am Ende auch den Mannschaftspunkt. Ihr Ergebnis von 566 Kegeln passte in die super Leistung der Schrezheimerinnen. Kathrin Lutz hingegen mache es nicht ganz so spannend. Sie spielte auf hervorragendem Niveau und ließ keinen Zweifel aufkommen. Ihre 585 Kegel sicherten ihr drei Sätze und auch den Duellsieg. Bianca Sauter war die Letzte im Bunde. Ihre ersten drei Sätze sicherte sie sich souverän. Doch dann zwickte ein Muskel. Bevor noch etwas Schlimmeres passiert (morgen folgt das nächste Spiel) kam Simone Bader für sie ins Rennen. Am Ende waren es 545 Kegel für das Doppel und auch der Mannschaftspunkt.

Sieg mit 7:1 und knapp 70 Kegeln Vorsprung! Schrezheim steht im Finale des Europapokals! Das Märchen geht weiter. Stolz ist das Trainer-Duo Wolfgang Lutz und Fabian Lutz. Jetzt gilt es, die Mädels für das Finale vorzubereiten. Romgaz (ROU) hat das zweite Halbfinale gewonnen. Hier treffen sich womöglich zwei Mannschaften, die beide einen großen Kampfesgeist haben.

Kristina Sanwald