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CL Frauen

SKC Victoria Bamberg vs. KK Celje
3 : 5

(11,5:12,5; 3588:3676)

Finale

Ioana Vaidahazan – Barbara Fidel 3:1 (609:607), Corinna Kastner – A. Kozmus 1:3 (541:610), Agota Kovacsne-Grampsch – Rada Savic 3:1 (617:585),
Sabrina Imbs – Eva Sajko 2,5:1,5 (612:602), Sina Beißer – Nada Savic 1:3 (600:642), Beata Wlodarczyk – Brigita Strelec 1:3 (609:630)


Bamberg: Ausfall von Daniela Kicker nicht zu kompensieren

Victoria Bamberg, im Finale der Champions League knapp unterlegen; vorne von links: Sabrina Walter, Beate Fritzmann, Daniela Kicker, Corinna Kastner, hinten von links: Harald Grätzsch, Janine Wehner, Ioana Vaidahazan, Sabrina Imbs, Beata Wlodarczyk, Agota Kovacsne-Grampsch, Sina Beißer, Werner Buchs. Foto: SKC

Bamberg begann das Endspiel gut und war nach zwei Sätzen gut dabei. Vaidahazan führte 2:0 gegen Fidel und Kastner sowie Kovacsne-Grampsch hatten ein 1:1 aufzuweisen und lagen mit den Kegeln eng beieinander. Der ominöse dritte Satz aber sollte die Wende zugunsten Celjes bringen. Vaidahazan gab mit 128 gegen Fidel (168) 40 Kegel ab und Kastner verlor mit 136 sogar 46 Kegel an Kozmus (182). Lediglich Kovascne:Grampsch konnte mit 169:148 punkten. Vaidahazan schlug anschließend zurück und besiegte Fidel nach 163:148 mit 3:1/609:607. Kovacsne hatte Savic weiter im Griff und beendete ihr Spiel mit 617:585-Kegeln und lag in den Sätzen ebenfalls 3:1 vorne. Kastner aber war im letzten Satz mit 116:152 gegen Kozmus total von der Rolle und gab mit insgesamt 541:610 vorentscheidende Kegel ab. Zudem verlor sie 1:3 und so führte Bamberg zwar mit 2:1 in den Duellen und 7:5 nach Sätzen, doch trotz der guten Schlussbahnen von Vaidahazan und Kovacsne lag Victoria mit 35 Kegeln zurück.
 
In der zweiten Runde über sechs Bahnen erlebten die zahlreichen Zuschauer den nahezu gleichen Spielverlauf wie im ersten Paarkreuz. Sabrina Imbs verkaufte sich gegen Sajko sehr gut und zog 1,5:0,5 in Front. Bei Sina Beißer und Beata Wlodarczyk stand es 1:1. Der Rückstand wurde um neun Kegel verkürzt. Und wieder war es der dritte Satz, der Bamberg nahezu aller Chancen beraubte. Die wie eine langjährige Bundesligaspielerin unbekümmert auftrumpfende Imbs gewann 157:156, womit der dritte Mannschaftspunkt für Bamberg perfekt war. Beißer (142) verlor gegen Nada Savic 15 Kegel und Strelec (162) nahm Wlodarczyk (141) 21 ab. So waren es bereits 59 Kegel Rückstand, und das Spiel für Bamberg nur noch zu gewinnen, wenn Wlodarczyk gegen Strelec den letzten Satz mit 18 Kegeln Differenz gewinnt, oder Beißer Savic mit 20 Kegeln bezwingt. Weil das Gesamtergebnis nicht mehr zu kippen war, war nur noch ein 4:4 drin und dazu musste der vierte Mannschaftspunkt im direkten Einzelvergleich gewonnen werden und damit würden auch die Satzpunkte für Bamberg (12.5:11.5) sprechen. Wlodarczyk war im Vollespiel phasenweise ganz nah dran, doch im Abräumen war die Slowenin glücklicher und gewann auch den vierten Satz 160:157. Im anderen Duell zwischen Beißer und Savic hatte die Victorianerin nie eine Chance und verlor den letzten Satz mit guten 150 zu ganz starken 175 Kegeln. Savic spielte mit 642 Kegeln auch das beste Resultat des Turniers. Ihre Steigerung im Finale (im Halbfinale 547) war letztlich ausschlaggebend für den Sieg der Sloweninnen, der mit 88 Kegeln Vorsprung deutlich ausfiel. Das 5:3 für Celje war verdient, wenn auch ein anderer Ausgang in diesem spannenden Finale möglich war. Schade war am Ende, dass Dany Kicker nicht mehr im Finale eingesetzt werden konnte. Das war sicher eine Schwächung für Victoria.

Markus Habermeyer